HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)

I. Allgemeiner technischer Hintergrund

Der Digital/Analog-Konverter (D/A-Konverter oder DAC) wandelt digitale (diskret-modulierte) Audiosignale in analoge (kontinuierliche) Tonsignale. Er ist von entscheidender Bedeutung für die Qualität der digitalen Wiedergabekette. Ebenso wie der Analog/Digital Konverter (A/D-Konverter oder ADC) weitgehend die Qualität des modulierten Signals festlegt, bestimmt der D/A-Konverter wie originalgetreu das digitale Signal in den analogen Bereich zurück übertragen wird. Prinzipiell stehen eine Reihe verschiedener möglicher technischer Realisierungskonzepte zur Verfügung. Im Audiobereich spielen hauptsächlich zwei Konzepte eine Rolle: R-2R-Ladder- und Delta-Sigma-DACs. Als Alternative hat sich in jüngerer Zeit auch noch das NOS-DAC-Konzept etabliert, das üblicherweise eine spezielle Variante des R-2R-Konzeptes darstellt.

Auf der D/A-Seite setzte man zu Beginn der digitalen Audio-Ära überwiegend Wandler nach dem R-2R-Prinzip ein. Ein R/2R-Ladder DAC ist ein aus Widerständen mit den Werten R und 2R aufgebautes Netzwerk für die Wandlung digitaler in analoge Signale. Diese können entweder diskret aufgebaut sein oder in ICs integriert werden (wie z.B. bei allen Wandlern auf Basis des berühmten Philips TDA1541/TDA1543). Die einzelnen Eingangsbits liegen entweder auf Masse oder auf der Referenzspannung Vcc und speisen über exakt doppelt so große Widerstände (2R) ein, wie der horizontale Teil (R) des Netzwerks. Jedes Bit trägt so seinen spezifischen Teil zur resultierenden Ausgangsspannung bei.

Dieses Konverterprinzip zeichnet sich zwar durch sehr hohe Geschwindigkeit und Bandbreite sowie Signal/Rauschabstände aus und damit durch exzellente Wiedergabequalität, konnte sich aber nicht durchsetzen. Grund dafür waren nicht etwa Qualitätserwägungen - ganz im Gegenteil, sondern Kostenaspekte. Das R-2R-Konzept stellt sehr hohe Anforderungen an die Qualität der Bauteile und ist damit relativ teuer. Viele High-End-Firmen, wie u.a. MSB Technology, dCS, 47Labs, Zanden, Audio Note und AMR verwenden in ihren DACs R-2R-Ladder Konzepte.

Lesen mehr über digitale Wandlertechnologien in unserem Hintergrund-Artikel: Digital/Analog Wandlertechnik.

Ob Upsampling die Klangqualität verbessert, ist umstritten. Viele Audiophile sind der Meinung, dass durch Upsampling der Hochtonbereich und damit auch die Räumlichkeit besser klingt.

Zum einen ändert das Upsampling an der Qualität (Auflösung) der Daten technisch nichts. Durch das Upsampling werden lediglich:

  • abtastratenseitig die vorhandenen Samplingdaten kopiert und die Kopien in entsprechender Anzahl (2x oder 4x) hinter das letzte originale Sample und vor dem nächsten originalen Sample eingefügt, so dass die vorhandenen Samples lediglich verdoppelt oder vervierfacht werden, ohne dass sich am Sampling selber etwas ändert.
  • bittiefenseitig (bei 16bit Dateien) 8 Nullen unter dem zuvor LSBit eingefügt. Bei 24bit Dateien passiert nichts.

Der Grund, warum das unter bestimmten Umständen zu einer Klangverbesserung bei bestimmten DACs führen kann, liegt nicht in den upgesampleten Dateien, sondern in der Wandlertechnologie von Delta-Sigma-Wandlern. Bei DACs mit schlechten Rekonstruktionsfiltern hilft einer Erhöhung der Abtastrate, dass der Brickwallfilter erst weiter entfernt vom Hörbereich einsetzt und somit weniger Schäden im hörbaren Bereich (20Hz-20.000Hz) verursacht. Also, z.B. bei einer 44,1kHz-Datei schneidet der Rekonstruktionsfilter das Signal bei 22,05kHz scharf ab und verursacht Phasenverschiebungen und Verzerrungen bis weit in den hörbaren Bereich. Bei einer Verdoppelung oder gar Vervierfachung der Abtastrate (selbst bei unveränderten Samples) greift der Brickwallfilter erst viel weiter oben (44,1kHz oder 88,2kHz), so dass die Schäden, die er im hörbaren Bereich verursacht, gemindert werden können.

Das Upsampling ist dem Oversampling der Delta-Sigma-Wandler (heutzutage typischerweise 8-fach) verwandt, das ja aus ähnlichem Grunde - in dem Fall - dem Verschieben von Aliasverzerrungen in den nicht-hörbaren Bereich eingesetzt wird. Da das Upsamling vor dem Oversampling erfolgt, verstärkt es dessen Noise-Shaping Funktion, d.h. wird ein 44,1kHz-Signal 4x oversampled auf 176,4kHz, wird es im Oversampling-Wandler nochmals 8x auf dann 1,4Mhz hochgerechnet, bevor es verarbeitet wird.

Das Upsampling von 16bit-Dateien auf 24bit-Dateien kann die Rekonstruktion und Auflösung sehr leiser Signale (die mit nur einem Bit quantifiziert wurden) verbessern, weil für DA-Wandler 8bit besser zu verarbeiten sind als 1bit.

Bei den HD-Playern von DAS werden keinerlei Brickwallfilter zur Rekonstruktion verwendet, so dass das Upsampling bei unseren Geräten keinen Unterschied ausmachen kann (außer mglw. die Auflösung sehr leiser 1bit Daten im CD-Standard). Wenn man die Schäden gar nicht erst verursacht, muss man sie hinterher auch nicht reparieren. Wir haben dennoch aus 2 Gründen Upsampling als optionale Funktion eingebaut:

  • Erstaunlich viele Leute schwören auf Upsampling, egal ob es objektiv nachvollziehbar den Klang verbessert
  • Über die Digitalausgänge unserer Geräte können auch externe DACs angesteuert werden, für die das Upsampling tatsächlich Vorteile bringen kann (in Abhängigkeit von der Qualität der Rekonstruktionsfilter – je besser die Filter, desto weniger Verbesserung durch Upsampling)

Ein Upsampling über die Sampleratenfamilien hinweg (also 44,1 – 88,2 – 176,4 – 352,8 kHz auf der einen Seite bzw. 48,0 – 96,0 – 192,0 – 384,0 kHz auf der anderen) sollte vermieden werden, weil beim Interpolieren der Samples ansonsten unschöne Brüche entstehen, die den Rechenaufwand für die CPU in die Höhe treiben. Früher, als die CPUs noch nicht so leistungsfähig waren, war das ein ernst zu nehmendes Problem. Heutzutage, würde ich mir keine allzu großen Gedanken darüber machen. Aber es erhöht die Jitteranfälligkeit des Systems.

Festplatten als Musikspeicher können (unter der Annahme, dass sie fehlerfrei arbeiten) im Wesentlichen in 2 Bereichen Einfluss auf die Wiederqualität haben:

  • Laufwerksgeräusche während des Betriebes können (zumindest in leisen Musik-Passagen) störend sein. Hier sind SSDs prinzipiell überlegen, weil sie systembedingt keine Laufwerksgeräusche verursachen. Allerdings kann man HDDs auch so verbauen, dass sie ebenfalls nicht hörbar sind. So verbaut DAS sein HDDs in ausgefrästen Blöcken aus Aluminium, um sie thermisch und akustisch zu isolieren. Damit sind die HDDs fast so unhörbar, wie SSDs.
  • Die Lesegeschwindigkeit könnte bei Dateien mit hoher Datenrate (Musikdateien in hoher Auflösung) zu niedrig sein und zu Aussetzern in der Wiedergabe führen. Die Geschwindigkeit moderner HDDS - obwohl sie nicht so hoch ist, wie bei SSDs - ist für Audio-Anwendungen - selbst in extrem hohen Auflösungen - mehr als ausreichend, so dass SSDs keine Geschwindigkeitsvorteile bieten.

Abgesehen von der Wiedergabequalität haben SSDs den Vorteil, dass sie weniger Wärme entwickeln als HDDs und somit das Gesamtsystem thermisch weniger belasten.

Insgesamt sehen wir in Anbetracht der deutlich höheren Preise für SSDs keine hinreichenden Vorteile gegenüber guten HDDs. DAS verbaut deshalb standardmäßig hochwertige HDDs als Musikspeicher (wohlgemerkt befindet sich bei unseren HD-Playern das Betriebssystem und die Anwendungssoftware immer auf einer separaten SSD  - hier geht es nur um Musikspeicher). Auf Kundenwunsch (und gegen Aufpreis) verbauen wir aber ebenso SSDs.

Die Frage nach dem qualitativen Einfluss von MQA ist umstritten. Um die Frage angemessen beantworten zu können, muss man etwas weiter ausholen:

  1. Es gibt grundsätzlich 3 Arten von Codierungen für Digitaldateien:
    1. Unkomprimierte und verlustfreie Codierung (z.B. WAV)
    2. Komprimierte und verlustfreie Codierung (z.B. FLAC)
    3. Komprimierte und verlustbehaftete Codierung (z.B. MP3)
  2. MQA ist eine hierarchisch komprimierte und verlustbehaftete Codierung (Typ 3.) samt einer Art „Kopierschutz“, entwickelt von Meridian Audio Ltd. und nun im Besitz von MQA Ltd.. MQA kodiert Musikdateien durch Einsatz von Adaptive Differential Pulse Code Modulation (ADPCM) und Bitratenreduktion.
  3. Ein MQA-codierter Datenstrom wird hierarchisch dekodiert: in MQA-lizensierten Geräten, je nach Art der Lizenz in teilweiser Auflösung („1. Unfold“ mit Software-Encoder) oder vollständiger Auflösung („2. & 3. Unfold“ mit Hardware-Encoder). In Nicht-MQA-lizensierten Geräten wird der Datenstrom nur bis zu effektiv 13Bit dekodiert – selbst bei 1. Unfold nur bis zu effektiv 17bit. Die restlichen Bits werden für die diversen „Faltungen“ benötigt (Patentbeschreibung hier). Die Beschreibung der Funktionsweise des Codecs ist nicht sonderlich erhellend (es gibt eine „Touchup“-Funktion, wie auch immer die funktioniert) und die Erfinder scheinen sich Mühe zu geben, klare Aussagen zu vermeiden. Jedenfalls, kommt es durch MQA zu Datenverlusten und Dynamikreduktion. Zudem gibt es mehrere Analysen, die nahelegen, dass die MQA-Codierung/Decodierung Verzerrungen im Datenstrom verursacht (Archimago, XiVero, Golden Sound).
  4. In der High Fidelity bevorzug man normalerweise verlustfreie Kodierungen. Allerdings haben verlustbehaftete Codierungen auch ihre Berechtigung: primär in allen Anwendungen, wo es Beschränkungen bei der Daten-Übertragungsbandbreite gibt, z.B. beim mobilen Musikgenuss im Auto oder am Handy. In der heimischen HiFi-Anlage gibt es normalerweise keine Übertragungsbandbreitenbeschränkungen, so dass es keinen Vorteil hat verlustbehaftete, komprimierte Codierungen zu verwenden.
  5. Warum MQA dennoch in HiFi-Zirkeln intensiv diskutiert wird, hat vielfältige Gründe, entsprechend der Marketingversprechen durch MQA Ltd. und den vielfältigen Interessenslagen der Beteiligten:
    1. Massiver Einsatz von Marketing und Werbung durch MQA Ltd. u.a. mit den irreführenden und teilweise inzwischen zurückgenommenen Behauptungen, MQA
      • würde Highres-Dateien mit den Datenraten des CD-Standards liefern, d.h. kann die Anforderungen an Datenübertragungsraten deutlich reduzieren
      • sei „Lossless“,
      • würde den Klang auf vielfältige Weise verbessern, insbesondere durch die Fähigkeit, Schäden der digitalen Filter (Pre-Ringing) durch die, bei der Produktion verwendeten, A/D-Wandler zu korrigieren (“White Glove Behandlung”),
      • hätte eine MQA-Authentication-Prüfung, die sicherstellt, dass der Kunde exakt das hört, was der Künstler und Toningenieur als verbindliche Version des Albums freigegeben haben.

The HiFi-Presse war zunächst enthusiastisch. So schreib z.B. Robert Harley, der Chefradakteur des „The Absolute Sound“, MQA sei „die bedeutendste technologische Entwicklung des Audiobereiches in seinem Leben“. Später stellte sich heraus, dass:

      • die Behauptung von reduzierten Datenraten wohl nicht haltbar ist: Analysen von Archimago und Golden Sound legen nahe, dass im CD-Standard die Dateigröße sogar etwas über der der PCM/FLAC-Version liegt, trotz reduzierter Bittiefe; bei HighRes-Dateien entspricht die Datenrate etwa der PCM/FLAC-Version mit der reduzierten Bittiefe
      • die Behauptung von „Lossless“ unhaltbar war und sogar im Widerspruch zu MQAs eigener AES Präsentation vom Okt. 2014 stand,
      • Wie die Ex-Post-Filterkorrektur funktionieren soll, ist ein Rätsel. In modernen Aufnahmesitzungen kommen eine Vielzahl von niemals protokollierten A/D-Wandlern zum Einsatz.
      • Diverse Berichte von Künstlern auf TIDAL (u.a. N. Young, Golden Sound, FredericV), legen nahe, dass ihre MQA-Dateien für die MQA-Authentication erteilt wurde, nicht den Dateien entsprechen, die sie eingereicht haben. Insbesondere hat FredericV gezeigt, dass er 30% der Daten seiner Dateien entfernen konnte und das MQA-System diese immer noch als „Authenticated“ auswies.
    1. MQA ist für die Plattenindustrie ein Argument, ihre alten Musikarchive noch einmal neu zu verkaufen (ich schmunzele manchmal über mich selber, weil ich, auf der Suche nach der bestklingenden Version eines Albums, manche Alben schon 7x gekauft habe: 1. Als Schallplatte, 2. Als Half-Speed-Master Schallplatte, 3. Als digital remasterte Schallplatte, 4. Als CD, 5. Als Remasterte CD, 6. Als SACD oder DVD-A, 7. Als HighRes-Download. Immer erklärte mir die Plattenindustrie, dass jede dieser Ausgaben besser klingen würde als frühere. Manchmal stimmte das und manchmal auch nicht. Jetzt kommt die Plattenindustrie mit MQA.)
    2. MQA bietet für die Plattenindustrie eine Lizenzprüfung der Musikdateien und damit ein Beschränkung des freien Austausches.
    3. MQA bietet Meridian umfassende Lizenzeinnahmen, selbst für Alben, an denen MQA keinerlei Rechte hält, zudem für neue Hardwarelizenzen.
    4. MQA ist für Hardwarehersteller ein Argument, Ihren Kunden neue Geräte zu verkaufen
    5. Manche MQA-Alben klingen tatsächlich besser als frühere Ausgaben desselben Albums, weil sie für MQA neu und von Highres-Mastern remastered wurden. Die Verbesserung der Klangqualität ist dann aber eher dem neuen und besseren Mastering geschuldet, nicht der MQA-Technik. Archimago hat 2017 einen Blindtest identisch gemasterter HighRes-MQA- und PCM-Dateien unter 83 Audiophilen und Berufsmusikern durchgeführt. In ähnlicher Weise hat die McGill Universität 2018 einen ABX Doppelblindtest durchgeführt und der AES eingereicht. Das Ergebnis war in beiden Fällen, dass die Testpersonen keinen Unterschied zwischen den HighRes-MQA- und –PCM-Dateien wahrnehmen konnten. Die meisten verfügbaren MQA-Alben sind allerdings lediglich MQA-codierte CD-Masters und klingen dann wie die alten CDs nur mit reduziertem Dynamikumfang.

Zusammenfassend: MQA hat keinen erkennbaren Vorteil für Musikkonsumenten im Rahmen einer  modernen heimischen HiFi-Anlage. MQA kann, unter bestimmten Umständen, Vorteile für Musikkonsumenten haben, die Musik unter Bedingungen beschränkter Übertragungsbandbreite hören wollen. MQA ist im Grunde eine sehr komplexe Methode, um zu zeigen, dass man durch Bitratenreduktion von 24bit auf 17bit für das menschliche Hörvermögen nicht unterscheidbare Dateien erzeugen kann. Das hätte man auch einfacher durch entsprechende Bitratenreduktion in PCM und FLAC bei vergleichbarer Dateigröße erreichen können – völlig lizenz- und kostenfrei.

Im Zusammenhang von dateibasierter Musikwiedergabe ist MQA eigentlich nur für TIDAL-Abonnenten relevant. Qobuz z.B. verwendet kein MQA. Das ist TIDALs Versuch, HighRes-Streaming mit geringer Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist TIDAL bei seinen sog. „TIDAL Masters“ (MQA-Codierte Dateien) – im Gegensatz zu Qobuz - sehr intransparent. Sie erhalten von TIDAL keine Informationen darüber, mit welcher Auflösung TIDAL die Daten liefert. Qobuz setzt dagegen auf natives (verlustfreies) Streaming von HighRes-Dateien im PCM-Format und liefert seinen Kunden detaillierte Informationen über Abtastrate und Bittiefe je Datei.

Zum Rippen empfiehlt sich das FLAC-Format, aus 4 Gründen:

  • es ist sehr universell und entsprechend weit verbreitet
  • es gibt keine klanglichen Unterschiede zu unkomprimierten Formaten, wie WAV
  • im Vergleich zu WAV spart es ca. die Hälfte an Speicherplatz (in Abhängigkeit vom Kompressions-Level)
  • Tags lassen sich leichter und besser erstellen und verwalten, da FLAC (im Gegensatz zu WAV) den Tag-Standard (Vorbis Comment) implementiert hat

FLAC ist eine verlustfreie Datenkomprimierung. D.h., dass keinerlei Daten beim Komprimieren oder Entpacken der Daten verloren gehen (ansonsten wäre es ja nicht verlustfrei). Entsprechend kann WAV keine klanglichen Vorteile bieten. Vor 20 Jahren gab es mal den Aspekt, dass das Entpacken komprimierter Dateien beim Abspielen CPU-Kapazität beansprucht, die dann bei den vergleichsweise schwachen damaligen CPUs, nicht dem Musikabspielen zur Verfügung steht und es dadurch zu Aussetzern oder Verzerrungen in der Wiedergabe kommen konnte. Falls das jemals ein Thema war, ist es bei modernen Rechnern allerdings kein Thema mehr. Heutzutage gibt keinen Vorteil mit WAV-Dateien, allerdings den Nachteil der hohen Speicherplatzbelegung.

Server und Streamer sind verschiedene Quellen für die digitale Musikwiedergabe:

  • Auf einem Server haben Sie Musik lokal gespeichert, die Sie zuvor käuflich erworben haben (Download) und die Ihnen uneingeschränkt jederzeit zur Verfügung steht.
  • Mit einem Streamer haben Sie Musik, die Ihnen nicht gehört, sondern an der Sie ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht erworben haben (Abonnement). Wollen Sie nächsten Monat dasselbe Musikstück noch einmal hören, müssen Sie erneut dafür zahlen (Abo-Gebühr im nächsten Monat). Läuft Ihr Abonnement aus, ist Ihre Musik weg. Geht Ihr Streaminganbieter pleite (was bei der wirtschaftlichen Situation aller Streaminganbieter nicht unwahrscheinlich ist), ist Ihre Musik weg. Fällt Ihre Internetverbindung aus, ist Ihre Musik (zumindest vorübergehend) weg. Dafür haben Sie bei den Streamingdiensten eine Riesenauswahl.

Unserer Ansicht nach, kann man davon ausgehen, dass beide Techniken der dateibasierten Musikwiedergabe – Download und Streaming – längerfristig nebeneinander am Markt bestehen werden. Im mobilen Bereich ist Streaming ohnehin nicht mehr wegzudenken. Die Kombination aus beidem erlaubt dem Kunden neue Musik über Streamingdienste zu entdecken („Discovery“) und die Perlen der Neuentdeckungen anschließend per Download zu erwerben und in bester Qualität zu besitzen. Auch in den letzten 80 Jahren der Unterhaltungsindustrie hat das Radio (bzw. später der Tuner) neben dem Plattenspieler oder dem CD-Player im Wohnzimmer der Musikhörer Platz gehabt. Über das Radio rauschte die meiste Musik nebenbei so an einem vorbei. Aber vielleicht 1% der im Radio gehörten Musik hat einem gut gefallen und so ist man dann in den Plattenladen gegangen und hat sich die entsprechende Schallplatte bzw. später die CD gekauft. Heute ist das mit Streaming und Downloaden so ähnlich. D.h., der ernsthafte Musikliebhaber schätzt in seinem Konsumverhalten beides: eine Plattform, um neue Musik unkompliziert aus einer großen Auswahl kostengünstig kennenlernen zu können (Radio, Streaming). Hierfür akzeptiert er auch eine geringe Qualität. Er benötigt aber vor allem eine Plattform, um seine ausgewählte Musik – die Musik, die ihm am Herzen liegt – in hoher Qualität zu besitzen und in Ruhe, konzentriert und uneingeschränkt genießen zu können.

 

II. DAS HD-Player

Unserer Erfahrung nach, klingt gute analoge Wiedergabe (vom Band oder von Vinyl) - ceteris paribus – lebendiger und emotional ansprechender, als die übliche, selbst hochwertige digitale Wiedergabe. Dieser Umstand ist eigentlich verblüffend, wenn man bedenkt, dass in allen messbaren Parametern, die digitale Musikwiedergabe der analogen haushoch überlegen ist. Unser Anspruch war es von Anfang an, die digitale Musikwiedergabe ebenso lebendig und emotional klingen zu lassen, wie allerbeste analoge Wiedergabe. Dies ist uns, laut unabhängigen Testberichten, auch vollauf gelungen.

Das haben wir natürlich nicht erreicht, indem wir die Einschränkungen der analogen Wiedergabe im digitalen Bereich nachbilden. Sondern wir verbinden alle Vorteile der digitalen Musikwiedergabe (linearere Frequenzverläufe, höherer Dynamikumfang, geringeres Übersprechen, geringere Verzerrungen etc.) mit den Vorteilen der analogen Musikwiedergabe, indem wir die digitale Wiedergabe mit der gleichen Lebendigkeit liefern, wie Sie es von Ihren analogen Quellen her kennen – nur dass es eben noch sauberer, dynamischer und räumlicher klingt. Das ist technisch möglich, aber aufwendig.

DAS verwendet eine spezielle D/A-Wandlertopologie, namens NOS R-2R-Ladder DAC, die keinerlei Oversampling oder digitale Filter verwendet.

Oversampling und Digitalfilter sind die Hauptgründe für den sog. „Digitalklang“, d.h. eine Wiedergabequalität, die auf der einen Seite zwar klar, transparent und dynamisch, auf der anderen aber auch flach, glasig und unlebendig ist. Ca. 95% aller heute im Audiobereich verwendeten D/A-Wandler sind sog. Oversampling-Wandler. D.h. sie upsampeln alle Signale zu einem Vielfachen der eigentlichen Samplingrate, um das Signal leichter filtern und um die, für diese Bauart unvermeidliche, Rauschformung (Noise Shaping) betreiben zu können. Diese Oversampling-Wandler sind so populär, nicht weil sie so gut sind, sondern weil sie billig im Einkauf und einfach in der Verwendung sind. Das mehrfache Rauf- und Runtersampeln und Verformen des Signals, ist der Klangqualität des Ursprungsignals natürlich nicht förderlich.

Ein D/A-Wandler ohne Oversampling zu bauen ist wesentlich aufwendiger, führt aber zu einem unverfälschten, natürlichen Klangergebnis.

Moderne Delta-Sigma-Wandler mildern die Schäden der digitalen Filterung, indem sie dem Nutzer eine Auswahl an verschiedenen Rekonstruktionsfiltern bietet, wie „Apodizing“, „Minimum-Phase“, „Linear-Phase“, „Slow-Roll-Off„ etc.. Mit diesen Filtern können jeweils einzelne Aspekte dieser Schäden gemildert werden (wie Frequenzverlauf, Impulsverhalten oder Phasenverhalten) aber immer nur auf Kosten der anderen Aspekte. Sie können nie alle Fehler gleichzeitig korrigieren. D.h., mit diesen Filtern kann der Nutzer die Probleme „herumschieben“, kann sie aber beseitigen. Entsprechend wird es – und das gilt für alle Delta-Sigma-Wandler – nie möglich sein, den originalen Klang zu reproduzieren. Denn der enthielt Artefakte (wie z.B. Pre-Ringing, Bandbreitenbegrenzung oder Phasenverschiebungen) schlicht nicht. Unser Model 2 verursacht diese Probleme erst gar nicht und muss deswegen auch nichts weiter unten im Signalweg korrigieren.

Lesen mehr über digitale Wandlertechnologien in unserem Hintergrund-Artikel: Digital/Analog Wandlertechnik.

Nein. Sie benötigen keine weiteren Soft- oder Hardwarekomponenten zum Betrieb unserer HD-Player. Unsere HD-Player kommen mit einem Apple iPad und aller notwendigen Software vorinstalliert und eingerichtet. Sie können sofort nach dem Auspacken mit dem Musikhören loslegen.

Roon ist bei unseren Geräten nicht nötig. Ebenso wie Roon halten wir die multi-mediale Ergänzung der Musikdateien für eine große Bereicherung des Nutzererlebnis. Wir wollen insbesondere unseren Kunden etwas von dem haptischen Gefühl der Vinylära mit ihrer Coverart und Linernotes vermitteln. Aber anders als Roon lösen wir das nicht über eine permanente Onlineanbindung mit Abonnement, sondern lokal. Details zu unserem Userinterface finden Sie hier.

Ja. DAS HD-Player streamen MQA-Alben von TIDAL mit 1. Unfold (bis zu 88,2 bzw. 96,0kHz). Für mehr Details zu den Vor- & Nachteilen von MQA, siehe den Artikel Nr. 3 in der FAQ-Sektion über den allgemeinen technischen Hintergrund.

Ja. Unsere HD-Player bieten die Möglichkeit Musikdateien 2x bzw. 4x hoch zu sampeln. Für mehr Details zu den Vor- & Nachteilen von Upsampling, siehe den Artikel Nr. 1 in der FAQ-Sektion über den allgemeinen technischen Hintergrund.

Das Upsampling bringt eigentlich nur bei Delta-Sigma-DACs Vorteile, aufgrund der Nebeneffekte der bei dieser Wandlertopologie unvermeidbaren digitalen Brickwall-Filter. Da die HD-Playern von DAS NOS-Wandler sind, werden keinerlei digitalen Brickwall-Filter zur Rekonstruktion verwendet, so dass die Musikdateien durch die Wandlung nicht beschädigt werden und das Upsampling bei unseren Geräten keinen Korrektureffekt hat (außer mglw. die Auflösung sehr leiser LSB Daten im CD-Standard). Wenn man die Schäden erst gar nicht verursacht, dann muss man sie hinterher auch nicht reparieren J. Wir haben dennoch aus 2 Gründen Upsampling als optionale Funktion eingebaut:

  • Erstaunlich viele Leute schwören auf Upsampling, egal ob es objektiv nachvollziehbar den Klang verbessert
  • Über die Digitalausgänge unserer Geräte können auch externe DACs angesteuert werden, für die das Upsampling tatsächlich Vorteile bringen kann. Die Vorteile hängen von der Qualität der Rekonstruktionsfilter des externen DACs ab – je besser die Filter, desto weniger Verbesserung durch Upsampling)

Standard mäßig liefern wir unser HD-Player mit 4TB HDD-Speichern aus (das reicht für ca. 11.000 CDs im FLAC-Format). Auf Wunsch liefern wir die Geräte auch mit SSDs gegen Aufpreis. Mit Blick auf die Extrakosten sehen wir keine hinreichenden Vorteile für SSDs. Grundsätzlich:

  • sind SSDs zwar geräuschlos. Allerdings verbaut DAS sein HDDs in ausgefrästen Blöcken aus Aluminium, um sie thermisch und akustisch zu isolieren. Damit sind die HDDs fast so leise und unhörbar, wie SSDs.
  • Die Geschwindigkeit hochwertiger, moderner HDDS ist für Audio-Anwendungen - selbst in extrem hohen Auflösungen - mehr als ausreichend, so dass SSDs keine Geschwindigkeitsvorteile bieten.

Wohlgemerkt befindet sich bei unseren HD-Playern das Betriebssystem und die Anwendungssoftware immer auf einer separaten SSD  - hier geht es nur um den Musikspeicher.

Maximale Größen der Musikspeicher sind:

  • 6TB mit HDDS
  • 12TB mit SSDs

Es gibt 2 Wege, um Musikdateien auf die internen Festplatten der HD-Player zu übertragen:

  • Wenn Sie Ihren HD-Player per LAN oder WLAN mit Ihrem Heimnetzwerk verbunden haben, können Sie Musikdateien ganz normal im Dateimanager (Explorer, Finder) Ihres Computers von der Festplatte Ihres Computers oder einem angeschlossenem NAS per Drag ‚n‘ Drop auf den HD-Player übertragen.
  • Unabhängig davon, ob der HD-Player mit einem Netzwerk verbunden ist, können Sie auch ein USB-Laufwerk (USB-Stick oder USB-Festplatte) an einen der hinteren USB-Buchsen anstecken. Die DAS-Software erkennt vorhandene Mediendateien und führt einen intelligenten, automatischen Abgleich der Dateien auf dem USB-Laufwerk mit dem internen Musikspeicher durch: Es werden nur Dateien in das interne Musikarchiv kopiert, die nicht bereits vorhanden sind.

Ja. Es gibt eine einfach zu bedienende Backup-Funktion in der Bediensoftware der HD-Player. Die Backup-Funktion arbeitet inkrementell, d.h. dass beim ersten Backup eine vollständige Kopie erstellt wird. Bei weiteren Backups werden immer nur mehr die Änderungen seit dem letzten Backup gesichert. Das verkürzt die Dauer von weiteren Backups erheblich.

Obwohl wir nur beste Festplatten verbauen und die Geräte vor Auslieferung gründlich testen, besteht immer das Risiko eines Festplattenausfalls. Wir empfehlen daher regelmäßige Backups Ihrer wertvollen Musiksammlung zu erstellen.

Sie können unsere HD-Player ganz normal entweder über eine LAN-Kabelverbindung (Ethernet) oder über WLAN (WiFi) mit dem Internet verbinden.

Sie können Ihren HD-Player aber auch gänzlich ohne Router und Netzwerk betreiben, wenn Sie wollen. Wenn Sie Ihren HD-Player keinem LAN- oder WLAN-Netzwerk zuordnen, verbindet er sich automatisch im Access-Point-Modus mit ihrem Fernbedienungs-Tablett und Sie können ihn so stand-alone betreiben.

Unserer Erfahrung nach, entwickelt sich der Klang der HD-Player in den ersten ca. 50 Betriebsstunden zum Besseren. Danach konnten wir keine weitere Veränderung des Klanges feststellen, so dass wir 50h Einspielzeit empfehlen. Da unsere Geräte vor Auslieferung einen 24h Test durchlaufen müssen, sollte ein neuer Besitzer sein Gerät noch ca. 26h laufen lassen, bevor er die Klangqualität ernsthaft beurteilt.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Model 2 und dem Model 4 sind:

  • Model 2 kann am Gerät, über die Bildschirme und die Tasten, sowie per Tablett oder Smartphone bedient werden. Das Model 4 kann nur über ein Tablett oder Smartphone bedient werden.
  • Das Model 2 ist vollsymmetrisch ausgelegt, d.h. wie in der Studiotechnik ist die gesamte Signalverarbeitung doppelt vorhanden. Dies ist ideal, wenn Sie das Gerät per XLR-Verbindung an Ihre Anlage anschließen wollen. Das Model 2 hat natürlich auch unsymmetrische (Cinch) Ausgänge. Das Model 4 ist unsymmetrisch ausgelegt. Es hat also nicht ganz so hohe Rauschabstände in der Signalverarbeitung, wie das Model 2 und hat entsprechend nur Cinch-Ausgänge.
  • Das Model 2 ist komplett Dual-Mono ausgelegt, d.h. von der Stromversorgung durch die gesamte Signalverarbeitung bis zu den Ausgängen, ist jeder Kanal völlig getrennt aufgebaut. Das Model 4 ist in Stereo ausgelegt, hat also eine etwas geringere Kanaltrennung.

In Summe bedeutet das, dass das Model 2 noch etwas mehr Dynamik, noch etwas geringere Verzerrungen und eine etwas größere Räumliche Abbildung liefert, als das Model 4. Aber das Model 4 spielt schon auf einem extrem hohen Niveau, wie unabhängige Testberichte belegen.

Ja. Von Zeit zu Zeit veröffentlicht DAS Updates seines Betriebssystems, um den Funktionsumfang zu erweitern oder entdeckte Fehler zu korrigieren. Wir benachrichtigen alle unsere Kunden per Email bzgl. der Verfügbarkeit eines Updates.

Den Empfang von Internet Radio haben wir bewusst nicht vorgesehen. Die Klangqualität unsere Digitalplayer ist außergewöhnlich hoch. Internet Radio streamt üblicherweise im MP3-format mit Datenraten zwischen 64kbit/s und 192kbit/s und ermöglicht – im Gegensatz zu bestimmten Streaming-Diensten, die bis zu dem 100-fachen an Datenraten liefern - kein gutes Klangerlebnis. Die geringen Datenraten des Internet Radios sind vor allem für mobile Anwendungen sinnvoll, wo möglichst niedrige Übertragungsraten wichtiger sind als Klangqualität. Zu Hause in der heimischen HiFi-Anlage gibt es diese Einschränkung nicht. Zudem liefern Streamingdienste um die 60 Mio. Titel, so dass es kaum eine Musik geben dürfte, die man nicht auch bei einem der Streamingdienste finden kann.